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Der Peiner Expressionist
Der Maler Gustav Schmidt, geboren in Peine, gehört zur "verschollenen Generation" der im 3. Reich mit Arbeitsverbot belegten Künstler.
Nach einer Lehrerausbildung unterrichtete Schmidt am Realgymnasium Peine und studierte Freie Kunst an der Akademie Dresden, wo er aufgrund des reichhaltigen kulturellen Angebots blieb.
Durch seinen frühen Weggang bzw. durch den Mauerbau geriet er in Peine ein wenig in Vergessenheit, obwohl sich im Besitz der Stadt eine sehr schöne Peiner Stadtansicht befindet.
Er war ein Neffe des verstorbenen Konditormeisters Carl Friedrich Schmidt, der in der Peiner Schützenstraße ein Café besaß.
Gustav Schmidts Arbeiten sind sehr qualitätvoll und halten dem Vergleich mit einen berühmten Kollegen (Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff, Nolde) durchaus stand. Viele Arbeiten befinden sich in dem Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (Zwinger)
Ab 1995 konnte das Kreismuseum Peine direkt vom Nachlaßverwalter eine Reihe von hervorragenden Holzschnitten erwerben. Der Druck des Holzschnittes der Peiner Jakobikirche, vom Förderverein "Lebendiges Kreismuseum e. V." zum Spendensammeln (Preis 10 Euro) herausgebracht, zeigt z.B. eine der Arbeiten.
Im Besitz des Kreismuseum befindet sich seit 1988 das Gemälde "Sturm" aus den 30er Jahren, das bereits eine expressionistische Handschrift trägt. 1996 konnte aus Spenden ein zweites Ölgemälde von Gustav Schmidt erworben worden, ein Frühwerk diesmal, die "Fuhselandschaft".
Zum 10jährigen Bestehen des Kreismuseum 1998 schenkte der Förderverein mit Hilfe der Kreissparkasse dem Kreismuseum das Bild "Badende" (Öl auf Leinwand). Das Ölgemälde "Adam und Eva" und weitere Holzschnitte sowie Skulpturen erwarb der Förderverein direkt vom Nachlassverwalter Schmidts. Im Treppenhaus des Museums sind die genannten Bilder und eine Auswahl von Holzschnitten zu sehen.
Das Kreismuseum Peine Peine sammelt weiter und freut sich über jede Spende, die in die Tilly-Kasse im Foyer des Museums fließt. |