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Kulturbüro plant Aktionen und Kalender
© pifKreis Peine.
Manfred Pape will Bewegung in die Peiner Kulturlandschaft bringen. Er ist Leiter des neuen Kulturbüros beim Landkreis, das im Zuge der Kulturentwicklungsplanung zurzeit eine Bestandsaufnahme des Angebots macht. Die ersten Aktionen sind aber auch bereits in Vorbereitung. Kontaktstelle für das Kulturbüro: Die Infothek des Kreismuseums an der Stederdorfer Straße. Manfred Pape (l.) und Michael Strauß.
„Wir wollen einen Kulturpfad veranstalten in Anlehnung an den Kunstpfad, den es schon einmal gegeben hat“, sagte Pape. Die Aktion soll voraussichtlich im September stattfinden. Bereits für Mai oder Juni plant Pape mit seinen Mitstreitern einen Tag des offenen Ateliers. Daran arbeite zurzeit Kreismuseumsleiterin Dr. Ulrika Evers.
Das Kulturbüro vereint die Säulen Kreismuseum, Kreisarchiv und Kreismedienzentrum mit den fünf Kreisbüchereien und der Kreisbildstelle in Groß Ilsede. Als vierte Säule sind die Partnerschaften im Kulturbüro angedockt. „Entscheidend für unsere Arbeit sind aber die Rückmeldungen der Kulturschaffenden“, sagte Pape. Wünsche und Anregungen wird er gemeinsam mit dem Team von Tobias Fink direkt in den Gemeinden sammeln (PAZ berichtete). Fink erstellt im Auftrag des Landkreises zurzeit den Kulturentwicklungsplan. „Ein großer Wunsch ist zum Beispiel, dass die Kulturschaffenden mehr Wertschätzung von Politik und Verwaltung bekommen“, sagte Pape. Gleichzeitig plant er, die einzelnen Veranstaltungszentren, die ehrenamtlich im gesamten Peiner Land betrieben werden, bekannter zu machen. „Wir wollen einen Kulturkalender herausbringen“, sagte Pape. Das Projekt soll die Termine für das kommende Jahr enthalten. Ziel der Kulturentwicklung sei es, die Attraktivität des Landkreises zu steigern. „Wir wollen die Lebensqualität erhöhen und die Bekanntheit der Angebote auch jenseits der Kreisgrenzen steigern, ganz nach dem Motto: „Hier lebe ich, hier fühle ich mich wohl.“ Erst Ergebnisse sollen beim Zukunftstag Kultur am 7. Juli präsentiert werden. |
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Premiere für die Geburtstagsfeier für Senioren
Von Udo Starke
Zu einem 70. Geburtstag am Mittwoch erlebte Karl-Heinz Schulz eine Premiere.
Seine Frau Ilse hatte ihm ein tolles Geschenk gemacht. Für ihn und seine Gäste im Vereinsheim von Union Ilsede richten die Kreisvolkshochschule (KVHS) Peine und das Peiner Kreismuseum gemeinsam ihre Geburtstagsfeier für Senioren aus – eine Premiere. Das Angebot "Geburtstagsfeier für Senioren" ist angelehnt an die Aktionen, die bereits für Kindergeburtstage ausgerichtet werden. "Wir haben uns überlegt, was bei Mädchen und Jungen gut ankommt, müsste auch bei Erwachsenen auf Zuspruch stoßen", erklärte Elke Ostelmann-Janssen von der KVHS. Mit von der Partie war Museumspädagogin Kirsten Brandes vom Kreismuseum Peine, die wieder ihr "Museum aus dem Koffer" an Bord hatte. Sie erinnerte den ehemaligen Lehrer, zu dessen Schülerinnen einst auch Brandes selbst zählte, an seine eigene Grundschulzeit und hatte dafür auch die passende Utensilien aus früheren Schulzeiten im Gepäck. Dazu zählten unter anderem Museumsstücke wie Holzzirkel oder -lineal und alte Fotodokumente. Erinnert wurde zudem an Vorlieben des Geburtstagskindes. Ostelmann-Janssen bezeichnete die Kooperation mit dem Kreismuseum als äußerst fruchtbar. Mit dem neuen Angebot bekämen beiden Einrichtungen die Möglichkeit, sich noch mehr nach außen zu öffnen und ihre Angebote vorzustellen, und ergänzte: "Wir wollen neue Felder aufzeigen und vielleicht künftig auch bei Betriebsfeiern dabei sein. Auf Anfrage kann man uns beide buchen zu einem Kostenbeitrag von 99 Euro." Der Jubilar jedenfalls freute sich über die außergewöhnliche Geburtstagsparty. "Die Überraschung ist gelungen, damit habe ich wahrlich nicht gerechnet", sagte Schulz, der zuletzt als Pädagoge an der Realschule und Orientierungsstufe tätig war. |
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20.11.2011
Engelserscheinung an Bushaltestelle
Von Bernd Stobäus
"Unsere Fantasie ist der einzige Ort, in dem Engel auf Erden leben können." Das teilen die Werke in der Ausstellung "Verkündigung" im Kreismuseum mit. "Die insgesamt 44 Werke sind in unterschiedlichen Techniken gefertigt", erklärte Sabine Hannesen, Kuratorin der Schau in dem Peiner Museum, weiter. "Die Arbeiten stammen aus Kunstgattungen wie Malerei, Grafik, Fotografie, Collage, Skulptur, Installation und Video. Sie sind in diesem Kontext noch nie zusammen zu sehen gewesen." Peines Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer sagte in ihren Begrüßungsworten:
"Das Verhältnis von Kunst und Kirche ist alt. Es war schon immer spannend." Dabei habe sich die Kirche angezogen gefühlt und auch geöffnet für die Kunst der Zeit. Zwar sei das Marienthema und die Verkündigung, dass ihr von Gott ein Kind geboren wurde, in der evangelisch-lutherischen Kirche nicht so stark vertreten. Ebenfalls von großer Bedeutung aber sei das große Geheimnis der Berührung des Menschen durch Gott und die Beziehungen zwischen dem Mensch und dem Vergänglichen. Und dies sei auch ein zentrales Thema der Ausstellung. Eines der Kunststücke hob Gerts-Isermeyer besonders hervor: "Auf meinem Lieblingsbild Mariae Verkündigung von Sylvia Vandermeer aus Wien zum Beispiel wird eine Frau an einer Bushaltestelle von einem Engel angesprochen." Der hebe sie damit aus der Trivialität des Lebens heraus. Auf dem Bild, das auf eine große Leinwand gemalt ist, geschiehe etwas Großartiges. Etwas, was nicht zu erwarten war. Dieser Gedanke ziehe sich als wesentliche Aussage durch die gesamte Ausstellung und bewege die Betrachter. Völlig anders nähert sich Marita Finke Stern dem Thema: Sie zeigt eine große Farbmontage in einem gläsernen Leuchtkasten. Zwei gegenüberliegende aufgeklappte Handys teilen sich mit: "Siehe, ich bin die Magd des Herrn. Ave-SMS 2007." Die Ausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten des Kreismuseums noch bis zum 22. Januar zu sehen. Der Eintritt ist frei. |
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21.11.2011
Von „Schrecksekunden“ und „Engelsflügeln“

Ein und dieselbe Handlung – ganz oft unterschiedlich interpretiert: „Ave Maria“ heißt die Ausstellung im Peiner Kreismuseum, die am Sonntag vor etwa 50 Gästen eröffnet wurde. Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer begrüßte als Schirmherrin die rund 50 Besucher bei der Ausstellungseröffnung im Kreismuseum.
Peine. Das Thema der Ausstellung ist die Verkündigung aus dem Lukas-Evangelium in der zeitgenössischen Kunst. Sie vereint die Kunstwerke vieler Künstler, die zur genannten Thematik gearbeitet haben. Allerdings unterscheidet sich die Kunst sehr. Gearbeitet wurde mit den unterschiedlichsten Materialien. Heimo Ertel ist mit seiner Bronzeplastik „Schrecksekunde“ vertreten, die auf beeindruckende Weise ausdrückt, was Maria in dem genannten Moment empfindet. Mit antiker Spitze und weiteren Materialien erarbeitete Veronika Wagner das Gemälde „Verkündigung“. Die zarten Ornamente der Spitze sind so angeordnet, dass die Form entfernt an einen Engelsflügel erinnert. Den gleichen Namen trägt das Bild von Thomas Werk, aber mehr als den Namen haben die beiden Kunstwerke nicht gemeinsam. Mit schwarz und gelb malte Werk dicke Balken und Kreise, die Form erinnert an chinesische Schriftzeichen. Trotzdem ist die Aussage des Bildes erkennbar. Beeindruckend realitätsnah präsentierte sich die „Verkündigung“ von Michael Triegel – „altmeisterlich“ nannte Kuratorin Dr. Sabine Hannesen diese Kunsttechnik. Das Gemälde zeigt eine aufgebahrte nackte Maria, ganz klein oben in der linken Ecke ist ein Engel zu sehen. „Obwohl wir alles detailgetreu sehen können, sehen wir dennoch nicht viel“, machte Hannesen auf die ungewohnte Interpretation aufmerksam.
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„Ave Maria“: Ausstellung im Kreismuseum
Vernissage am Sonntag, 20. November / Schirmherrin ist Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer
„Ave Maria!“ heißt die neue Ausstellung im Peiner Kreismuseum an der Stederdorfer Straße. 44 Künstler zeigen ihre Werke zum Thema „Verkündigung“. Die Schirmherrschaft hat Peines Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer übernommen. Die Vernissage für die neue Ausstellung findet am Sonntag, 20. November, ab 11.30 Uhr im Peiner Kreismuseum statt. Die Begrüßung machen der Erste Kreisrat Henning Heiß sowie Schirmherrin und Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer. Eine Einführung in die Ausstellung wird die Kuratorin, Kunsthistorikerin Dr. Sabine Hansen, geben. Das Kunstprojekt Ave Maria wurde zum ersten Mal in Berlin beim
1. Ökumenischen Kirchentag 2003 in der evangelischen St. Marienkirche am Alexanderplatz der Öffentlichkeit vorgestellt. Wenn die Ausstellung in Peine eröffnet, sind von den Künstlern allerdings schon wieder viele neue Werke dabei. Eines der wertvollsten Stücke in der künftigen Ausstellung ist das Bild „Verkündigung“ von Michael Triegel. Es hat einen Wert von rund 30 000 Euro und befindet sich in Privatbesitz. „Es ist vor allem deshalb so teuer, weil Triegel das Original- Papst-Porträt gemalt hat“, sagt Museumsleiterin Dr. Ulrika Evers. Die Arbeiten, die im Kreismuseum zu sehen sind, stammen aus allen Kunstgattungen: Malerei, Grafik, Fotografie, Collage, Skulptur, Installation und Video. Viele von ihnen sind in diesem Kontext noch nie zu sehen gewesen, einige erst im Jahr 2011 entstanden. |
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25.10.2011
Start des Kulturentwicklungsplans
Feierlich startete gestern das Projekt Kulturentwicklungsplan für den Landkreis. Dabei hatten alle Bürgermeister aus dem Peiner Land die Aufgabe bekommen, ein Symbol für die Kultur in ihrer Gemeinde mitzubringen. Und das taten auch alle.
Auftakt für den Kulturentwicklungsplan: „Leuchttürme“ für die Kultur in den Gemeinden.
Kreis Peine . In den kommenden zwei Jahren soll die Uni Hildesheim einen Kulturentwicklungsplan für den Landkreis Peine erstellen. Zurzeit ist Dr. Tobias Fink vom Institut für Kulturpolitik dabei Interviews mit Kulturschaffenden im Peiner Land zu führen, um eine Bestandsaufnahme zu machen. Das Projekt kostet 100 000 Euro, von denen die EU 42 000 Euro als Zuschuss zahlt. In der Begrüßung betonte Landrat Franz Einhaus, er sei nicht geplant, mit dem Kulturentwicklungsplan eine Investitionsliste zu bekommen, sondern eine Analyse, welche Potenziale die Kultur im Peiner Land hat. Es sei spannend in der Region, die geprägt sei von der Agrargeschichte und der Montanindustrie, die kulturelle Entwicklung zu sehen. Zum Auftakt hatten alle Bürgermeister Hausaufgaben bekommen, sie sollten einen Kulturschaffenden und ein Symbol, einen „Leuchtturm“ für die Kultur ihrer Gemeinde mitbringen. Heinz Möller, Vorsitzender des Kulturrings, brachte eine Maske des Richters Adam aus dem „Zerbrochenen Krug“ mit. Frank Bertram aus Edemissen hatte Rosemarie Deyerling vom Kunsttreff Abbensen und Oliver Völkening, Sprecher der Gemeinde, dabei. Völkening hatte für eine gedankliche Reise durch Edemissen einen Koffer mit Symbolen der Kulturzweige gepackt. Bürgermeister Hans-Hermann Baas hatte Peter Ulmann, Vorsitzender des Lengeder Kulturvereins, mitgebracht. Dann legte Baas das Wappen der Gemeinde auf die Karte. Das Wappen zeigt natürlich eine Bergmannslampe |
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Peiner Nachrichten vom 07.09.2011
Reise zu den Wurzeln griechischer Lebensart
Zweisprachige Lesung im Kreismuseum Peine mit Gedichten von Giannis Ritsos
Von Bernd Stobäus
PEINE. „Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich Griechenland in Ihren Gedanken vor", wünschte sich Ulrika Evers, Leiterin des Kreismuseums Peine. Viele dieser Eindrücke fänden sich in den Gedichten des griechischen Dichters Giannis Ritsos wieder. Zu einer zweisprachigen Lesung aus dem Gedichtband „Epitaphios" hatte das Kreismuseum Peine eingeladen, und 25 Gäste waren gekommen. In der knapp einstündigen Lesung wechselten sich Evers und die griechische Künstlerin Rena Tzolakis aus Paris beim Vorlesen der Gedichte ab. Tzolakis hat den Dichter noch gekannt, einige ihrer Werke stehen derzeit in einer Ausstellung von Ute Best im Kreismuseum. Im Wechsel der griechischen und deutschen Sprache - immer als direkte Übersetzung - entstand an diesem Abend ein besonderer Eindruck der bewegenden Lyrik von Ritsos (1909 bis 1990). „Dabei sind die Gedichte sogar mit der griechischen Musik in Verbindung zu bringen", erklärte Evers. 1956, genau zwanzig Jahre nach seinem ersten Erscheinen, habe der Musiker Mikis Theodorakis den Gedichtzyklus innerhalb weniger Stunden vertont. Eine Schallplatte mit diesen Liedern, aber Arrangements eines anderen Musikers und der Sängerin Nana Mouskouri, hätten Theodorakis allerdings missfallen. Deshalb habe er eine neue Version der Lieder mit einem griechischen Volkssänger und einem Bouzoukispieler aufgenommen. „Diese Lieder in der volkstümlichen Variante wurden zu einem Riesenerfolg", erzählte Evers. „Es ist die beschwingte, häufig fröhliche Musik, die wir kennen, wenn wir in griechische Tavernen gehen oder Filme über dieses Land sehen." Dabei inspirierte ein trauriger Vorfall den Dichter zu dem Werk, heißt es in Erläuterungen zum Epitaphios: Eine Zeitung habe in den 1930er-Jahren ein Foto gezeigt, auf dem eine Frau über ihrem toten Sohn kniet. Der wurde bei einem Streik der Tabakarbeiter getötet, den die Polizei blutig niederschlug. Das Werk wurde schon kurz nach seinem Erscheinen ein riesiger Erfolg und daher in Zeiten der Diktatur in Griechenland vor dem Zeustempel in Athen öffentlich verbrannt. Doch trotz dieses tragischen Hintergrunds wurde in der Lesung die Fröhlichkeit und Lebendigkeit der griechischen Kultur deutlich. In zahlreichen Gedichtausschnitten konnten man eigene Erfahrungen und Empfindungen über diese Lebensart wieder finden. * |
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PAZ 07.09.2011
Erinnerungen an Kindheit in Griechenland
Zweisprachige Lesung im Peiner Kreismuseum mit Gedichten von Giannis Ritsos
Sanfte Theodorakis-Musik begrüßte die Besucher der zweisprachigen Lesung mit Gedichten von Giannis Ritsos im Kreismuseum. Die Künstlerin Ute Best, die zur-zeit dort ausstellt, hatte sich die Lesung gewünscht.
PEINE. „Ute Best hat viele seiner Gedichte gelesen und sich von ihnen inspirieren lassen", erklärte Museums-Chefin
Dr. Ulrika Evers in der Begrüßung. Giannis Ritsos lebte von 1909 bis 1990 und galt in Griechenland als Dichter des Widerstandes. Er wurde in den 50er-Jahren deportiert und verbannt. Auf diese Phase beziehen sich auch einige der Werke von Ute Best. Viele Künstler setzten sich damals für Ritsos ein, sodass er 1952 frei kam und vier Jahre später sogar einen Preis erhielt. Während der Militärdiktatur in den 70er-Jahren wurde Ritsos erneut verbannt. In dieser Zeit entstanden die Gedichte, die Evers und Rena Tzolakis rezitierten „Rena hat Ritsos kennengelernt und war auch mit Theodorakis befreundet, der einige Gedichte von Ritsos vertonte und damit die bis heute typische griechische Bouzouki- Musik begründete", erläuterte. Evers. Um die Schönheit der Verse und die wunderbare griechische Sprachmelodie zu wahren, las Tzolakis die Verse zunächst in griechischer Sprache. Obwohl vermutlich kaum jemand im Publikum die Texte verstand, lauschten alle andächtig und ließen sich von Poesie und Klang verzaubern. Auch die deutsche Übersetzung nahm die Zuhörer mit auf eine Gedankenreise nach Griechenland. In Gedichten wie „Im Angesicht des Felsbergs" oder „Brandungsschlag" erinnerte sich Ritsos an seine Kindheit in Monnemwassias und die nicht immer schöne Zeit in einer von frühen Toden und Krankheiten gebeutelten Familie. Schöne Bilder von Meer, Fischern und vor Sommerhitze flirrender Landschaft wechselten sich mit traurig stimmenden Gedanken an Verlassenheit und Einsamkeit ab. „Ritsos hat eine große Begabung, Bilder aus Worten entstehen zu lassen", meinte Evers und sprach damit wohl den meisten Zuhörern aus der Seele. nie |
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Ausstellung von Ute Best und Freunden eröffnet
Von Christian Brahmann
Multikulturelle Kunst in fast allen Facetten der Darstellungsform ist seit Sonntag im Peiner Kreismuseum zu sehen.
15internationale Künstler, von denen die meisten zur Eröffnung auch angereist waren, präsentieren dort für zwei Monate ihre Werke.
Die Einführungsveranstaltung der Ausstellung "Ute Best et ses amis et amies de Paris et Bonn" lockte am Sonntagvormittag gut 100Besucher an. "Schon lange hatten wir kein solches Echo mehr" sagte der erste Kreisrat Henning Heiß in seiner Begrüßungsrede.
Er führte die tolle Resonanz auf den Namen Ute Best zurück. "Auch wenn sie es nicht gerne hört, so ist sie doch die wichtigste Person in dieser Runde", begann die Museumleiterin Ulrika Evers ihren zwanzigminütigen Rundgang durch die Ausstellung. "Sie ist die Sonne, um die die 14 anderen Künstler als Satelliten kreisen", griff sie ein Zitat aus einem Brief auf, den sie zur Ausstellung erhalten hatte.
Evert erklärte, dass Best nach ihrer ersten großen Einzelausstellung in den Jahren 1994/95 in Peine ihre Künstlerkarriere richtig begann. Danach zog es sie nach Paris, wo sie viele der Menschen, die sie jetzt nach Peine einlud, kennenlernte und Mitglied der Künstlervereinigung "La genie de la bastille" wurde. Die mit internationalen Preisen dekorierte Best möchte mit ihrem Werk unter anderem politische Botschaften übermitteln. So soll die Installation "Picknick in Tschernobyl" auf die Gefahren der Atomkraftwerke hinweisen. "Wir wissen doch nicht, ob wir unbeschwerlich auf einer Wiese picknicken können" meint Best.
Die Natur und der Alltag sind ebenfalls Themen der Ausstellung. Die Französin Claudine Capdeville zeigt bei ihrer "Saison der Reisen" Fotografien, die bei einer Zugreise zwischen Deutschland und Frankreich entstanden sind. Yuri Okamoto hat in einem kleinen Bildkasten Szenen eines Fußballspiels festgehalten. "
Ich freue mich über diesen großen Raum, den wir mit vielen internationalen Freunden füllen durften", lobte Best die Vorbereitungen des Kreismuseums. Evert gab das Lob zurück und war stolz darauf, dass es gelungen ist, Künstler mit dieser Reputation nach Peine zu holen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 6.November im Peiner Kreismuseum zu sehen. |
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Kindergeburtstag feiern im Kreismuseum Peine
Von Katharina Pahl
"Heute: Kindergeburtstag von Julia" ist mit Kreide auf eine Tafel am Eingang des Kreismuseums Peine geschrieben.
Seit viereinhalb Jahren bietet das Kreismuseum diese speziellen Angebote an: Mit Kulturwissenschaftlerin Kirsten Brandes geht es etwa bei "Archäologische Ausgrabungen" oder "Höhenmalerei im Museum" auf Entdeckungstour. Darüber hinaus können sich die Geburtstagskinder und ihre Gäste Handtaschen und Hüte selbst machen. Rund 800 Mal hat Brandes bereits mit Geburtstagsgesellschaften gespielt. Julia Schuster aus Bülten hat sich für "Tatort: Mord im Museum" entschieden. Sie und ihr älterer Bruder Jannick haben bereits häufiger hier gefeiert.
Bevor die kleinen Ermittler auf diese Fragen antworten finden, basteln sie sich einen Ausweis: "Soko Kreismuseum" steht groß auf dem Papier. Und für jedes Kind liegt eine schwarze Schirmmütze bereit: Soko Kreismuseum Peine steht drauf.
Dann geht es los: Ein Stockwerk weiter oben ist der Tatort. Angetan sind die Kinder beim ersten Anblick nicht, sie verziehen das Gesicht, gehen einen Schritt zurück. Auf dem Boden liegt ein Skelett. Dann wagen sich die Kinder doch näher heran, beginnen mit ihrer Arbeit: Machen Fotos, sperren ab, so wie man es aus Krimis so kennt. Und mit jedem Arbeitsschritt wird der Fall offensichtlicher, bis er geklärt ist und beim nächsten Kindergeburtstag wieder gespielt werden kann.
"Unsere Angebote sind sehr beliebt, gerade an Wochenenden sind wir schnell ausgebucht", berichtet Brandes. Manche Familien würden bereits nach Abschluss der Veranstaltung für das kommende Jahr reservieren. |
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Ute Best stellt mit Freunden im Museum aus Kreismuseum: 
Peiner Künstlerin und 14 weitere Künstler zeigen Werke an der Stederdorfer Straße
„Ute Best und ihre Freunde aus Paris und Bonn“ heißt die Ausstellung, die zurzeit im Peiner Kreismuseum aufgebaut wird. Die Peiner Künstlerin zeigt dabei nicht nur eigene Werke aus Ton, sondern auch einen Querschnitt weiterer Künstler – eben aus Paris und Bonn. 13 Künstler aus Paris von der Gruppe „Le Genie de la Bastille“ und eine Künstlerin aus Bonn belegen 14 Nischen im Ausstellungsraum im Peiner Kreismuseum. Die größte Fläche aber steht Ute Best zur Verfügung, die 22 Einzelarbeiten und Installationen zeigt. Untermalt wird die Ausstellung von Fotos, die zum großen Teil PAZ-Fotograf Christian Bierwagen geschossen hat. Ein Teil der französischen Künstler haben bereits in Peine ausgestellt – auch wenn sie sonst eher auf internationalem Parkett unterwegs sind. Die Verbindung hat Ute Best her-gestellt. „Ich habe viel mit den Künstlern ausgestellt, wenn ich nun eine eigen Ausstellung in Peine bekomme, lade ich meine Freunde selbstverständlich ein“, sagte sie. Mit dabei sind Jean Adler, Tchen Chiyao, Jean-Jaques Lapoirie, Georges Zygel, Ora Adler, Claudine Capdeville, Marina Hacoun-Levikoff, Kim Sang Lan, Yuri Okamoto, Kristine Pabst, Tatjana Stolpvic, Rena Tzolakis und Madhu Basu. Wie die Namen schon sagen, gehören fast alle unterschiedlichen Nationalitäten an, haben aber ihre Ateliers im 11. Bezirk von Paris. Ein Teil von ihnen wird bei der Vernissage anwesend sein. Die Ausstellung „Ute Best et ses amis et amies de Paris et Bonn“ beginnt am Sonntag, 4. September, um 11.30 Uhr mit einer Begrüßung des Ersten Kreisrats Henning Heiß. pif |
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Ina Otto stellt "Tonwerke" im Peiner Kreismuseum aus
Von Justin Schütte
Lebendig, neckisch und mit feinem Humor eröffnete die Leiterin des Peiner Kreismuseums, Dr. Ulrika Evers, die Ausstellung der Braunschweiger Künstlerin Ina Otto am Sonntagvormittag. Der Ausstellungstitel: "Tonwerke – keramische Plastik und Malerei".
Die Kunstwerke in den Räumlichkeiten des Kreismuseums überraschen durch ihre optische Leichtigkeit. Nicht viel lässt auf ihr Ursprungsmaterial Ton schließen, da alle fast alle Werke in hellen Farbtönen gehalten sind. Weiße, filigrane Gesichter, freundlich verschmitzt dreinschauend, entlocken dem Betrachter erzählerische Anreize.
"Der große Geschichtenerzähler", eines der Werke Ottos, gibt viel Spielraum für Interpretationen. Sein langer, schmaler Kopf und die halb geschlossenen in sich versunkenen Augen lassen leicht erahnen, wie sehr er in seinen eigenen Geschichten lebt. Doch gibt es an ihm noch mehr zu entdecken. In seiner Hand tummeln sich kleine Trolle, die sich bei näherem Betrachten gar als Soldaten mit Stahlhelmen entpuppen. Und so lässt der Geschichtenerzähler die Frage offen im Raum stehen, welche Art von Geschichte er wohl verkündet?!
Ina Otto, geboren 1947 in Schleiz in Thüringen studierte zunächst Möbel- und Ausbaugestaltung und sah in früheren Schaffensjahren in der keramischen Plastik nicht den Schwerpunkt ihrer Kunst. Dies, so die Künstlerin, habe sich im Laufe der Zeit mehr und mehr entwickelt.
Ihre Figuren und auch ihre Bilder thematisieren Menschen allein und Menschen im Gleichgewicht oder Ungleichgewicht einer Partnerschaft, ohne dabei für ein Geschlecht kategorisch Partei zu ergreifen.
Über die Ausstellung in Peine zeigte sich Otto hocherfreut und lobte Museumsleiterin Evers für ihr großes Engagement. "Ich hätte nie gedacht, dass ich hier einen Ort finde, der so viele Möglichkeiten der Präsentation bietet", betonte Otto.
Die Ausstellung ist bis zum 21. August geöffnet. |
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Peine: Ausstellung "Fremde im Visier" endet
Letzter Aufruf zur Besichtigung der Ausstellung "Fremde im Visier" - Fotoalben aus dem 2. Weltkrieg" im Peiner Kreismuseum Am Sonntag, endet die Ausstellung.
Anlässlich des Internationalen Museumstages findet um 16 Uhr eine kostenlose Führung mit Museumsleiterin Dr. Ulrika Evers statt. Bei einer Tasse Kaffee kann man anschließend ins Gespräch kommen.
Der Internationale Museumstag steht in diesem Jahr unter dem Motto: "Museen, unser Gedächtnis". Dazu passt die laufende Ausstellung ganz besonders gut.
Das Kreismuseum Peine ist mit seiner Veranstaltung im Veranstaltungsheft des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen und auf der homepage des Deutschen Museumsbundes vertreten.
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Historisches Spielzeug im Alltagstest 
Historisches Spielzeug aus den 1920er-, 1930er- und 1950er-Jahren gehören jetzt zum Fundus des Kreismuseums.
Die PAZ ließ den dreijährigen Fiete den Test machen, ob das Spielzeug heute noch ankommt.
Die Spielsachen erfreuten einst den kleinen Norbert Schuh, der inzwischen selbst eine Familie hat und in der Gemeinde Edemissen wohnt. Sein Vater baute die meisten Spielsachen selbst. Damals wohnte die Familie in Telgte.Schuh junior, Jahrgang 1956, bekam die selbstgebauten Sachen meist als Weihnachtsgeschenk – zum Beispiel den Pferdestall, der die größte Aufmerksamkeit des dreijährigen Fiete erntet. „Zu dem Stall gehören auch Garagen im ersten Stock“, erklärt Brigitte Schuh. Auch eine kleine Wohnung – liebevoll mit Gardinen gestaltet – hat der Stall zu bieten.
Interessiert schaut sich Fiete den Kirmeswagen an. Darin ist die Elektronik für das Riesenrad und – schwups – hat der Steppke den Dreh heraus und wirft das Riesenrad in Gang. Selbst nach 50 Jahren surrt der Motor noch einwandfrei und die Kabinen schwingen lustig hin und her.
Schaukelpferd und Dreirad sind die ältesten Stücke der Schenkung der Familie Schuh. Mit ihnen hat schon Helmut Schuh, Jahrgang 1927, gespielt. Evers schätzt, dass die Stücke aus den 1920er und 1930er Jahren stammen.
„Mein Mann hat auf dem Dreirad Fahrradfahren gelernt“, sagt Schuh. Auch ihre beiden Söhne Christian und Oliver haben damit gespielt. Fiete macht den Test – und tatsächlich: Sowohl Dreirad als auch Schaukelpferd halten dem Alltagstest im April des Jahres 2011 stand.
Abgerundet wird die Schenkung von Brigitte Schuh mit einem selbst gebauten Kettenkarussell – selbstverständlich auch mit Elektro-Anschluss. Im Museum wird das Spielzeug ab 15. Mai zu sehen sein. Dann endet die Ausstellung „Fremde im Visier“. © pif |
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„Fremde im Visier“ zeigt private Fotos aus dem Krieg 
Fotografische Erinnerungen an die Zeit des Zweiten Weltkrieges zeigt das Kreismuseum
in seiner Sonntag eröffneten Ausstellung.
Ausstellung eröffnet: Erster Kreisrat Henning Heiß (rechts) begrüßt die etwa 80 Gäste
zur Vernissage der Schau „Fremde im Visier“.
Peine. „Der Titel ‚Fremde im Visier – Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg' vermittelt eigentlich eher den Eindruck von Gemütlichkeit, von Szenen, in denen man auf dem Sofa sitzt und durch Alben blättert“, sagte der Erste Kreisrat Henning Heiß. Doch das Thema sei ernster und bringe die schlimmen Zeiten von damals ein Stück näher.
Kuratorin Dr. Petra Bopp erläuterte im Anschluss die einzelnen Teile der Ausstellung, die zuvor schon in Oldenburg, München, Frankfurt und Jena zu sehen war. „Viele Stücke der Ausstellung stammen aus Privatbesitz, aus Haushaltsauflösungen, von Flohmärkten oder Dachböden.
Zum Teil werden heute im Internet hohe Preise für Fotosammlungen aus dem Zweiten Weltkrieg gezahlt. Immer mehr Fälschungen tauchen dabei auf, denn je mehr Tote zu sehen sind, desto mehr Geld wird gezahlt“, erklärte Dr. Bopp.
Die Bilder seien zeitlich geordnet vom Beginn des Krieges über die Kriegsjahre bis zu Fotos aus der Gefangenschaft und der ersten Nachkriegszeit. Zudem gibt es Ausstellungsstücke wie alte Kameras, ein Koffer mit Büchern, Fernglas, alten Orden und Patronenhülsen, Spielzeug sowie eine rostigen Luger-Pistole zu sehen.
„Bilder sind wichtige Erinnerungsspeicher voller Symbolik. Sie zeigen aber nur, wie der Krieg gesehen wurde, nicht wie er wirklich war“, sagte die Kuratorin. Nach der Eröffnung nutzten die 80 Gäste die Gelegenheit zu einem Gang durch die Ausstellung. Die Fotografien sind noch bis zum 25. Mai im Kreismuseum zu sehen. |
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Ausstellung zeigt Fotos, die Soldaten im Zweiten Weltkrieg aufnahmen - Freitag, 25.02.2011 
Von Katja Dartsch
Es begann mit 500 Fotos in einem Schuhkarton. Kriegsbildern aus dem Zweiten Weltkrieg, darunter viele Amateuraufnahmen. Ein damals in New York lebender deutscher Künstler bekam die Bilder von seiner Großmutter – und beschloss, zusammen mit einem befreundeten Lektor ein Buch herauszugeben. Auf ihrer Suche nach Hintergrundinformationen zu den Bildern gerieten die beiden an die Kunsthistorikerin Dr. Petra Bopp. Die Fotos aus dem Schuhkarton lösten eine mehrjährige Forschungsarbeit aus, in deren Verlauf rund 40 000 Fotos zusammenkamen, aufgenommen von Profis und Amateuren. Am Ende stand eine Ausstellung. Diese Wanderausstellung wird am Sonntag in Peine eröffnet und drei Monate lang im Kreismuseum gezeigt: "Fremde im Visier – Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg". Die Fotos zeigen den Krieg aus Sicht der Soldaten: Am Anfang ihre Euphorie, die Kameradschaft, lachende Männer beim Kartoffelschälen, stolze Männer in ihrer ersten Uniform. Andere Bilder muten an wie ein Reisebericht: Sie zeigen die Pyramiden, weite Felder in Frankreich, den Eiffelturm, Bauernhäuser in der Ukraine. Andere, wenn auch wenige, das Elend: um Brot bettelnde Kinder, einen an einem Baum aufgehängten Mann, brennende Häuser, tote Soldaten im Schützengraben. Aus einigen Alben sind einzelne Fotos herausgerissen, auf einer der leeren Seiten steht "Erschossene Partisanen in Pleskau, 1941". Petra Bopp hat die Motive, die Bildästhetik, die Anordnung der Fotos in den Alben untersucht. Das NS-Regime habe die Soldaten ausdrücklich dazu ermuntert, Fotos zu machen, erklärt Bopp. Diese wurden in die Heimat geschickt, dienten der Propaganda und sollten die "Volksgemeinschaft" stärken. Vorgeprägte Alben wurden dafür zur Verfügung gestellt, Dunkelkammern an der Front eingerichtet, Bilder vervielfältigt. Erst 1941, mit dem Angriff auf die Sowjetunion, habe sich dies geändert: "Es gab den Befehl, dass von Exekutionen keine Bilder gemacht werden durften. Auch der Rückzug später ist nur selten im Bild festgehalten", so Bopp. Museumsleiterin Dr. Ulrika Evers hat ergänzend Fotos, Briefe und Karikaturen von ehemaligen Soldaten aus Peine ausgestellt, unter anderem zwei Peinern, die sich in Kriegsgefangenschaft in Ägypten kennen gelernt hatten. Zwei Kamerateams des NDR wollen im Kreismuseum drehen, voraussichtlich berichtet am Samstag "Hallo Niedersachsen" und am Sonntag "Studio Braunschweig" über die Ausstellung.
Fremde im Visier – Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg." Eröffnung am Sonntag, 27. Februar, 11.30 Uhr, im Peiner Kreismuseum. Zu sehen bis 15. Mai. |
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Der ganz große Auflauf für Konrad Koch - Donnerstag, 24.02.2011 
Von Ann Claire Richter
Beifall für Konrad-Koch-Film in Braunschweig (3:09)
Viel Beifall für den Kinofilm "Der ganz große Traum" in Braunschweig: Rund 1300 Besucher ließen sich Donnerstagabend im C1-Kino die Premiere nicht entgehen. Der Film lief zeitversetzt in drei Sälen. Regisseur Sebastian Grobler war überglücklich, dass sein Film auch in der Stadt Konrad Kochs gefeiert wurde. Der Braunschweiger Lehrer hatte 1874 mit Schülern des Martino-Katharineums das erste Fußball-Spiel auf deutschem Boden veranstaltet. Zu den Premierengästen zählten auch Innenminister Uwe Schünemann, Oberbürgermeister Gert Hoffmann und Koch-Biograf Kurt Hoffmeister. Hauptdarsteller Daniel Brühl konnte nicht kommen, da er in Spanien dreht.
Regisseur Sebastian Grobler (43) war mit den jungen Hauptdarstellern Theo Trebs, Adrian Moore und Till Valentin Winter angereist. Auch die Produzenten Anatol Nitschke und Raoul Reinert wollten schauen, wie ihr Film beim Braunschweiger Publikum ankommt. Gern ließen sich die Filmemacher mit Kinobesuchern im historischen Klassenzimmer ablichten, das das Kreismuseum Peine für diesen Anlass zur Verfügung gestellt hatte. |
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Museumsleiterin Dr. Evers sucht Fotoalben aus Zweitem Weltkrieg 
„Fremde im Visier – Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg“ heißt eine Ausstellung im Peiner Kreismuseum im kommenden Jahr. Museumsleiterin Dr. Ulrika Evers sucht nun Fotoalben aus Peine, die Erinnerungen an den Krieg enthalten.
Fast scheint es eine idyllische Szene zu sein: Eine Frau watet durch einen Fluß. „Der Eindruck täuscht“, sagt Dr. Ulrika Evers. In der Ausstellung „Fremde im Visier“ ist die ganze Fotostrecke zu sehen. Denn am Ufer stehen Wehrmachtsoldaten und beobachten die Frau, die sie zwingen, auf diese Weise Minen zu suchen. „Viele ehemalige Soldaten sind mit Fotokamera in den Krieg gezogen und haben ihre Erlebnisse dokumentiert. Doch nach dem Krieg sind die Alben in den Schubladen verschwunden“, sagt Evers. Nun tauchen sie wieder auf. Die Kunsthistorikerin Dr. Petra Bopp hat Alben gesammelt und zu einer Ausstellung vereint, die ab 27. Februar im Kreismuseum zu sehen ist. Um die Ausstellung aufzupeppen, sucht Evers nun noch Alben aus der Region Peine. „Mein Vater war in russischer Kriegsgefangenschaft und hat nie darüber gesprochen. Auf den Bildern habe ich zum ersten Mal ein russisches Lager von innen gesehen“, sagt sie. Aus Nachlässen von Peiner Bürgern hat sie zahlreiche Einzelfotos gesammelt und ganze Bücherwände voll Kriegsliteratur, die noch nie gezeigt worden sind. Mit einem Teil will sie die Ausstellung, die zurzeit im Stadtmuseum Jena zu sehen ist, anreichern. Die Ausstellung ist mit großem Aufwand erstellt worden. Es gibt Videos und kleine Hörspiele. zudem bedrückende Szenen von Erschießungen oder Massengräbern. Auch persönliche Bemerkungen der Soldaten sind überliefert. „So machen sich die Deutschen über farbige Soldaten in Frankreich lustig“, sagt sie. |
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Peiner Nachrichten - Mittwoch, 17.11.2010
ZAHL DES TAGES: 10 000 
Carmen Jäschke, Floristin aus Stederdorf, ist die 10 000. Besucherin im Kreismuseum Peine in diesem Jahr.
Eigentlich wollte sie es an diesem Tag ja gar nicht besuchen, sagt Jäschke augenzwinkernd. Doch die Plakate zur Unterwäscheausstellung an den Fenstern hätten sie und ihren Mann inspiriert.
Denn die fielen beiden ins Auge, als sie von ihrem Wohnort Stederdorf nach Peine radelten. Als Ziel hatten sie eine Eisdiele; nun gab es nach kulinarischen noch kulturelle Spezialitäten. Für ihr Kunstinteresse erhielt Carmen Jäschke gestern darüber hinaus von Museumsleiterin Ulrika Evers ein Buch und einen Kunstdruck. sto |
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Kreismuseum erhält neue Fassade
Fachwerkbalken werden ausgetauscht – Sanierung kostet rund 411 000 Euro
Von Katja Dartsch - Dienstag, 21.09.2010
KREIS PEINE. Freudig teilte die Leiterin des Peiner Kreismuseums, Ulrika Evers, gestern mit: Die Fassade des Museums werde endlich saniert. "Wie bei vielen niedersächsischen Fachwerkbauten ist das Fachwerk völlig marode, es droht Einsturzgefahr", so Evers. 411 000 Euro wird die Sanierung kosten.
Ende September soll mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden, die Einrüstung erfolgt Anfang Oktober. Der erste Bauabschnitt wird sich voraussichtlich bis April kommenden Jahres hinziehen, erklärt Kreissprecher Henrik Kühn: "Die lange Bauphase ist dem Winter geschuldet." 185 000 Euro sind für den ersten Bauabschnitt veranschlagt. Mit dem zweiten Abschnitt soll im März begonnen werden, "frühestens aber nach Freigabe der Mittel", wie Kühn betont. Bis August 2011 soll die Sanierung abgeschlossen sein.
Das Besondere: Um das Gefache freilegen und die morschen Balken austauschen zu können, müssen die Handwerker eine provisorische zweite Mauer errichten, die nach Abschluss der Sanierung wieder abgetragen wird – denn um die Balken austauschen zu können, müssen große Löcher in das alte Mauerwerk geschlagen werden.
Der Museumsbetrieb, sagt Ulrika Evers, gehe "trotz kleiner Einschränkungen im Inneren" weiter. Um Umräumarbeiten aber kommen sie und ihre Mitarbeiter nicht umhin. Evers: "Die 50er-Jahre-Möbel im ersten Stock müssen weg, und unterm Dach werden die Vitrine mit dem Mödesser Münzschatz sowie die Ausgrabungsinszenierung und der Rennofen verschwinden. Voraussichtlich im März wird dann auf dieser Seite alles wieder zur Verfügung stehen – dann aber geht es mit der anderen Seite und der Fassade weiter. Gott sei Dank ist der Sonderausstellungsraum davon ganz unberührt." |
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Kreismuseum wird restauriert
PEINE Marodes Fachwerk für 411 000 Euro erneuert
Von Katja Dartsch - Dienstag, 21.09.2010
Die Fassade des Kreismuseums in Peine wird saniert. Ulrika Evers, Leiterin des Museums, betont die Dringlichkeit der Arbeiten: "Wie bei vielen niedersächsischen Fachwerkbauten ist das Fachwerk völlig marode, es droht Einsturzgefahr."
Ende September soll mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden, ein zweiter folgt im kommenden Frühjahr. Um das Gefache freilegen und die Fachwerkbalken austauschen zu können, muss für die Bauarbeiten eine zweite Wand gezogen werden – sobald die Fachwerkbalken erneuert sind, wird die zusätzliche Wand wieder abgerissen. Die Gesamtkosten der Restaurierung belaufen sich auf rund 411 000 Euro.
Der Museumsbetrieb geht trotz der Bauarbeiten uneingeschränkt weiter. |
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Höhlenmenschen und Ritter erwachen
"Nachts im Museum" – Zum Eulenmarkt lässt das Kreismuseum Exponate erwachen und Geschichten erzählen
Von Petra Sandhagen - Donnerstag, 09.09.2010
Wenn die Museumstüren sich abend schließen, erwachen die Exponate und treiben Schabernack – jedenfalls im Film. Zum Eulenmarkt sollen im Kreismuseum Peine Höhlenmenschen und Ritter in der Aktion "Nachts (?) im Museum" lebendig werden.
Der Spuk beginnt in Peine schon am Nachmittag. Als sei der Eingang des Museums an der Stederdorfer Straße eine Zeitmaschine, können die Besucher jeweils von 14 Uhr an Menschen aus der Vergangenheit in der Gegenwart begegnen, verrät Museumsleiterin Dr. Ulrika Evers in einer Pressemitteilung. Das Team des Kreismuseums hat die Aktion gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule Peine vorbereitet.
Idee für die besonderen Museumsnachmittage sei die Filmkomödie "Nachts im Museum", die Regisseur Shawn Levy im Jahr 2006 mit Schauspieler Ben Stiller in der Hauptrolle gedreht hat.
Stiller spielt darin einen Nachtwächter im Museum, der stärker damit beschäftigt ist, niemanden aus dem Museum rauszulassen, als die Ausstellungsräume vor Eindringlingen zu schützen. Denn nachts werden die Exponate lebendig, Dinosaurier, Löwen, Steinzeitmenschen und Seefahrer toben durch das Museum.
In Peine werden keine wilden Tiere durch das Kreismuseum wandern, sondern Zeitzeugen aus unterschiedlichen Epochen aufeinandertreffen. Dazu zählen laut Ulrika Evers: "Höhlenmenschen, Ritter, Künstler und berühmte Peiner Persönlichkeiten." Sie berichten aus ihrem Alltag mit seinen Schwierigkeiten und ihren Berufen im Peiner Landkreis.
Die Besucher können laut Museumsleiterin an 20 Stationen erleben, wie sich dargestellte Geschichte in Spielszenen und lebendige Aktionen verwandelt. Mitmachen sei dabei ausdrücklich erwünscht, ermuntert Ulrika Evers die Besucher. Ein wenig Abenteuerlust können nicht schaden.
Die Besucher sollen nicht nur Zuschauer sein, sondern Teil der Inszenierung werden. Zum Programm gehören mehrere Mitmachaktionen. Im Film ist der Spuk jeweils bei Sonnenaufgang vorbei. In Peine enden die beiden Veranstaltungen dagegen bei Sonnenuntergang.
Die besondere Aktion im Kreismuseum Peine findet zum Eulenmarkt statt. Die Termine: Samstag, 11. September, 14 bis 20 Uhr, sowie Sonntag, 12. September, 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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Wie im Film – Das Kreismuseum erwachte zum Leben
An zwei Tagen wurde Geschichte anschaulich dargestellt – Spannende Aktion in Anlehnung an die Komödie "Nachts im Museum" - Montag, 13.09.2010
PEINE. Kaum zu glauben und doch wahr: Es gibt tatsächlich Kinder, die gehen manchmal auch am Samstag freiwillig in die Schule. Voraussetzung ist allerdings, dass ihnen der Unterricht so richtig Spaß macht. So wie beispielsweise am Wochenende im Kreismuseum.
"Wir kommen gern hierher", berichtete Katja Schuster aus Bülten. Wir trafen sie am Samstag mit ihren Kindern Jannick (zehn Jahre alt) und Julia (acht) auf der zweiten Etage des Kreismuseums, wo sie im Sinne des Wortes noch einmal die Schulbank "drückten". Sie hörten Fräulein Künnemann (dargestellt von Angelika Dikhoff) zu und schrieben Sätze nach, die die Lehrerin mit Kreide in altdeutscher Schrift auf die Tafel gemalt hatte.
Das Klassenzimmer war eine von insgesamt 14 Stationen, auf denen die Vergangenheit anschaulich dargestellt wurde. Das Motto hieß "Nachts (?) im Museum". Man beachte das Fragezeichen. Die Aktionen fanden am Samstag und Sonntag nicht nachts, sondern in den Nachmittagsstunden statt.
Der Titel war in Anlehnung an den 2006 gedrehten Film "Nachts im Museum" gewählt worden, an dem sich Erwachsene gleichermaßen wie Kinder und Jugendliche erfreut haben. In dieser Komödie nimmt Larry Daley, gespielt von Ben Stiller, die Stelle eines Nachtwächters im Museum an. Die dort ausgestellten Exponate werden plötzlich lebendig und wandern durchs Museum.
Im Kreismuseum waren am Wochenende vornehmlich Peiner Persönlichkeiten anzutreffen. So las beispielsweise der Dichter Friedrich von Bodenstedt (dargestellt von Lars Möller) aus seinen Werken vor. Ein paar Schritte weiter verkaufte ein Konsum-Mädchen (Andrea Schumacher) Bonbons. Der Maler Gustav Schmidt (Hubert Klinke) porträtierte Besucher.
Ein Stockwerk höher erklärten richtige Bergleute – Günter Helmedog (72) und Helmut Müller (76) – Kindern und anderen Besuchern die Dahlbusch-Bombe. Mit dieser waren 1963 beim Grubenunglück in Lengede, bei dem 29 Menschen ums Leben kamen, elf Bergleute gerettet worden. Ganz oben, unterm Dach, waren Ritter (Jelger Schmuck, Sascha Heeskens, Tobias Dreier) in voller Montur zu sehen oder ein Höhlenmensch (dargestellt von Thomas Budde).
Ja, und dann war das ganze Haus voller Musik. Paul Luttmann spielte als Amtmann Ziegler Präludien von Johann Sebastian Bach auf dem etwas verstimmten Flügel aus dem Jahre 1800, Jean-Loup Ringot machte als Steinzeitmann Musik auf Feuersteinen, und aus dem 50er-Jahre-Raum erklangen aus einem Plattenspieler Ohrwürmer, gesungen von Lolita.
Museumspädagogin Kirsten Brandes hatte sämtliche Aktionen gewissenhaft vorbereitet. Museumsleiterin Ulrika Evers wies darauf hin, dass das Projekt von mehreren Sponsoren finanziell unterstützt worden sei.
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Ausstellung: "Alles, was sie hatte, war aus Watte" - Streifzüge in die Kulturgeschichte der Unterwäsche
19. September bis 30. Januar, Peine, Kreismuseum - Mittwoch, 15.09.2010
Was hat Frauen Jahrhunderte lang dazu gebracht, sich in ein Korsett zu zwängen? Hatte man(n) schon im Mittelalter Unterhosen an? Warum sind erotische Dessous so oft schwarz und rot?
Diese Fragen und noch viel mehr beantwortet die Ausstellung im Peiner Kreismuseum. Und sie macht deutlich, wie sehr Unterwäsche das Körpergefühl des Einzelnen und den Lebensstil ganzer Epochen prägt und widerspiegelt.
Zu sehen sind kratzende Leibchen und warme Wollsocken, hauchzarte Hemden und Strümpfe, seine Unterhosen und ihre BHs, Liebestöter von damals und verführerische Dessous von heute.
Die Ausstellung "Alles, was sie hatte, war aus Watte" wird vom Sonntag, den 19. September , bis zum Sonntag, den 30. Januar , im Kreismuseum in Peine gezeigt. Die Ausstellung ist geöffnet dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr . |
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"Ich wollte schon immer mal meine Unterwäsche zeigen"
"Alles, was sie hatte, war aus Watte" – Peiner Kreismuseum widmet dem "Drunter" eine eigene Ausstellung
Von Petra Sandhagen und Bianca Aust - Freitag, 17.09.2010
PEINE. Korselett und Wonderbra, Klappenhose und Strumpfgürtel: Wäsche-Details, sonst eher verborgen,
rückt das Team des Kreismuseums Peine mitten ins Scheinwerferlicht.
Unter dem Titel "Alles, was sie hatte, war aus Watte" lädt es ein zu einem Streifzug durch die "Kulturgeschichte der Unterwäsche".
Die Idee zur Ausstellung stammt von Museumsleiterin Dr. Ulrika Evers. "Ich wollte schon immer mal meine Unterwäsche zeigen", verrät sie verschmitzt – und verweist auf all die Leinen-, Baumwoll- und Perlon-Schätzchen, die sich im Verlauf der vergangenen Jahre in ihrem Fundus angesammelt haben. Ursprung des Konglomerats an Intimwäsche war einst die Spende eines älteren Herren, der der Museumsleiterin zehn Mieder der 30er Jahre aus dem Nachlass seiner Mutter übergab – darunter auch eine Schnürung für Schwangere.
Konzipiert hat die Ausstellung Regine Nahrwold, Kunsthistorikerin aus Braunschweig, aufgebaut wird die Schau derzeit von der Museums-Chefin, Designerin Elke Brands und Andreas Schaperdoth. Dass das Thema "Unterwäsche" an sich ein breites Feld ist, zeigt die Vielfalt dessen, was im Ausstellungssaal zu sehen ist: Beginnend mit antiker Weißwäsche, aus Leinen oder hauchfeinster Baumwolle, gesäumt mit handgeklöppelter und gestickter Spitze, warten delikate Details wie Damengürtel, die wollenen Einlagen an den sensiblen Tagen einer Frau Halt geben sollten, bis hin zu verführerischen Strumpfgürteln und frivolen Miedern in appetitlich-verruchtem Rot in Vitrinen, teils werden sie von Schneiderpuppen getragen.
Was anhand der einzelnen Ausstellungsstücke schnell deutlich wird: Nimmt das Stoffvolumen im Verlauf von der Jahrhundert- bis zur Jahrtausendwende deutlich ab, gewinnt das, was bleibt, an Farbigkeit. Beige-, Weiß- und Crème-Töne werden ergänzt durch puderiges Rosa, arktisches Blau, butteriges Gelb und Veilchen-Lila. Schwarz, einst Farbe der Witwen, und Rot, vor allem von Huren getragen, gehören heute fast schon zur Grundausstattung der weiblichen Wäscheschublade.
Wer jetzt davon ausgeht, dass reizende Stöffchen allein Frauensache sind, der irrt – wobei sich der Bereich der Ausstellung, der sich Feinripp-Schlüpfern, Satin-Shorts und Männer-Strings widmet, wie im wahren Leben eher schmal ausnimmt.
Neben einer Reise durch das "Drunter" vergangener Zeiten, gibt es für Besucher der Ausstellung auch manch Denkwürdiges zu erfahren: So ist der "Busenfreund" nicht etwa ein dekolleté-verliebter Verehrer, sondern eher ein Vorgänger des Push-Ups, der die Büste in ihrer Präsenz unterstützt. Woher der Ausdruck "loses Frauenzimmer" stammt?
Diese Antwort gilt es im Verlauf der Schau zu entdecken, die sich auch den Aspekten Unterwäsche in Film und Werbung widmet. Nur so viel sei verraten: Der Hintergrund steht im Zusammenhang mit Damen zweifelhaften Rufes und Rundungen voller Freiheitsdrang. |
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