!…unterbreite ich Ansprüche auf geraubtes Eigentum in Hitler-Deutschland"
Das Entschädigungsverfahren der Erben des jüdischen Kaufmanns Louis Fels 1947-1951
Von vielen jüdischen Familien haben nur Einzelnen den Holocaust überlebt, meist weil sie rechtzeitig ins Ausland fliehen konnten. Nach der Befreiung versuchten sie, das Eigentum ihrer ermordeten Angehörigen zurückzuerhalten oder wenigstens eine Entschädigung zu bekommen. Hindernisse waren dabei die komplizierte Gesetzgebung und die häufig hinhaltende Taktik der neuen Eigentümer. Die jüdischen Überlebenden hatten Schuldgefühle und Entgegenkommen aufgrund der Beteiligung an den Arisierungen erwartet und mussten sich nun in kleinteilige und langwierige juristische Auseinandersetzungen begeben. Der Vortrag von Dr. Jens Binner untersucht diese Vorgänge anhand der Entschädigungsverfahren der Erben des jüdischen Kaufmanns Louis Fels. Er hatte in der Breiten Straße ein angesehenes und gut gehendes Schuh- und Bekleidungsgeschäft geführt, bevor er mit seiner Frau Johanna 1939 in die Niederlande floh. Beide sind im Holocaust umgekommen.
Der Eintritt ist kostenfrei.
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